Das A und O einer gesunden Ernährung Ihres Babys ist die Muttermilch.
Immunglobuline zählen zum Eiweiß - werden allerdings nicht zum Körperaufbau sondern zum Immunschutz gebraucht. Einer von vielen Vorteilen der natürlichen Muttermilch, welche das Baby im besonderen Maße schützen.
Der Fettgehalt in der Muttermilch ist sehr hoch und steigt im Laufe der Laktationsphase noch an. Das entspricht dem Bedarf des Kindes nach mehr Kalorien. Bei optimaler mütterlicher Ernährung enthält sie einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, der Linolsäure und Linolensäure.
Die LCP´s (insbesondere Arachidonsäure und Decosahexansäure) sind in einem kleinen, entscheidenden Prozentsatz in der Frauenmilch vertreten, reichern sich im Zentralnervensystem an und beeinflussen in den ersten Lebensmonaten seine Entwicklung günstig. Der Gehalt der LCPs ist in Schwangerschaft und Stillzeit durch den Verzehr von fetthaltigem Fisch wie Makrele positiv zu beeinflussen. Auch hier kann die Mutter über die ausgewogene Ernährung verstärkt positive Effekte beim Baby erreichen.
Im Kohlenhydratbereich besteht die Muttermilch zu 90 % aus Laktose. Oligosaccharide sind die verbleibenden 10 %. Es gibt derer 130 verschiedene identifizierte Varianten. Sie werden, wie Ballaststoffe, im Dünndarm nicht verdaut und von den Bakterien im Dickdarm fermentiert. Sie stellen u. a. das "Futter" für die optimale Bifidusbakterienflora dar, beeinflussen sichtbar den weichen Stuhlgang, der für Muttermilchernährung typisch ist und schützen das Baby vor Infektionen. Prebiotische Ballaststoffe.
Stillen und Allergieprävention
Ein Schutz vor Allergien ist umstritten - leider steigen trotz Zunahme der Stillraten in unserer Bevölkerung die Allergien an - deshalb wird im Moment empfohlen, dass vor allem Kinder, die einen oder mehr Verwandte ersten Grades mit atopischen Krankheiten haben, vier bis sechs Monate voll gestillt werden sollten. Beikost aus wenigen Zutaten sollte schrittweise eingeführt werden und im ersten Lebensjahr sollten besonders allergene Lebensmittel vermieden werden (vor allem Zitrusfrüchte). Vor allem die Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse und Zitrusfrüchte.
Ausschließliches Stillen nach dem 6. Monat hat für die Allergieprophylaxe keinen Vorteil - zwei neuere Studien (GINI und eine englische Studie) haben ergeben, dass Babys, über den 6. Monat hinaus ausschließlich gestillt, sogar ein leicht erhöhtes Allergierisiko haben; Muttermilch bleibt im zweiten Lebenshalbjahr die wichtigste Milchquelle!
Wir empfehlen bei der Entscheidung für Anfangsmilch von Babys bei Nichtstillen ein muttermilchnahes Produkt zu wählen. Am besten wäre es, wenn Sie einen Hersteller wählen, der Muttermilchforschung betreibt.
